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Asiatische Möbel: Bett, Stuhl, Tisch

 

Über Asia Möbel im Allgemeinen kann man im Prinzip gar nichts schreiben, ohne auf die spezifischen Eigenheiten der einzelnen Länder oder Arten von Möbeln einzugehen.

In Indien gibt es viele hochwertige Hölzer mit hervorragenden Eigenschaften, aus denen dort Möbel gebaut werden. Indische Möbel sind allerdings nicht so
filigran ausgearbeitet wie zum Beispiel Chinesische und wirken im Vergleich dazu manchmal etwas klobig. In Thailand und Indonesien gibt es schöne
Teakholzmöbel, jedoch lässt oft die Verarbeitung zu wünschen übrig.

Die hierzulande  bekanntesten Möbel aus Asien sind wohl der Hochzeitsschrank, der Apothekerschrank  und der Opiumtisch. Im 18. und 19.
Jahrhundert war an den Höfen Europas, beim Adel und bei reichen Bürgern besonders in England, Frankreich und Deutschland das
chinesische Porzellan sehr beliebt. Da man Porzellan bei uns noch nicht in dieser Qualität herstellen konnte, musste es importiert
werden.  In diesem Zusammenhang fanden auch Möbelstücke aus Asien vereinzelt ihren Weg nach Westeuropa. Im Gegensatz
zu heute waren dies damals aber keine nennenswerten Stückzahlen.

Wegen ihrer  Andersartigkeit üben asiatische Möbel auf uns eine Anziehungskraft aus und faszinieren uns seit alters her.

 

Betten aus Asien

Besonders exotisch erscheinen uns manche chinesische Betten:

asia-bett-antik

Hier dir Front eines chinesischen Bettes aus dem 19. Jahrhundert. In Asien stellt man seinen Reichtum gerne zur Schau.
Alle sollen sehen, dass es einem gut geht. Daher wurden die Fronten von Hochzeitsschränken oder Betten mit
prachtvollen, teils überbordenden Schnitzereien und Vergoldungen verziert. Solchen Luxus konnten sich natürlich nur die
wohlhabendsten Leute leisten.

Aber es wurde auch nur die Sichtseite dermaßen aufwändig ausgeführt; dasselbe Bett sieht von der Seite her so aus:

prunkbett-china

Teilweise waren diese alten Betten so ausgeführt, dass vor dem Bett ein Lattenrost aus Holz auf dem Boden lag, auf dem
einer der Bediensteten schlief, um so auch nachts jederzeit der Herrschaft für Tee oder sonstige Wünsche zur Verfügung
zu stehen. Das Bett wurde auch teilweise als Mittelpunkt des Hauses genutzt, in dem man sich präsentierte um Gäste zu
empfangen.

Nicht ganz so aufwändig aber ebenfalls sehr schön:

Bett-asiatisch-antik

Auch dieses Bett ist mit prachtvollen Verzierungen versehen, an den Seiten und oben jedoch offen.

Stühle 

Neben den Betten sind auch die Stühle in Asien zum Teil sehr andersartig:

stuhl-asiatisch

Hier einer der ersten Klappstühle. Alte Originale stammen meist aus der Ming-Dynastie (1368-1644). Die teureren
Versionen waren aufwändig mit Messing oder Silber beschlagen. Die Sitzfläche besteht aus einem Gewebe oder festem
Stoff. Charakteristisch ist die in Hufeisenform aus Holz gebogene Arm- und Rückenlehne. 

  

Tische 

Tische wurden und werden in Asien anders genutzt als in Europa. Der hierzulande weit verbreitete klassische Esstisch
ist den Asiaten relativ unbekannt. Sie gebrauchen Tische z.B. als: 

AltartischAltartisch

Altartische sind lang, schmal und hoch. Sie wirken sehr elegant und man kann sie gut dekorieren. Allerdings braucht man
einiges an Platz, um sie zu stellen.

 

Beistelltisch/Teetisch
Teetisch

Ein Beistelltisch gehört zur klassischen Kombination „2 Stühle mit Teetisch“.

   

kang table
kang-table

Hier nur ein Beispiel.  Form, Farbe und Größe der kang table sind sehr vielfältig. Auch gibt es im Deutschen kein Wort
dafür. Am ehesten lässt es sich noch mit „niedriger Beistelltisch“ übersetzen.
 asia-tisch


Runder zweigeteilter Tisch
Tisch-rund-china
Asia Möbel wie dieser antike, runde Tisch aus wertvollem Catalpa-Holz in hochwertiger Verarbeitung zählen zu den
wertvolleren und teureren Stücken.
Tisch-asien-antik

Hier ein schönes Exemplar aus Catalpa-Holz (Trompetenbaum) mit Schnitzereien. Jede Hälfte hat 4 Beine und kann für sich
stehen. Durch Holzkeile miteinander verbunden ergeben die beiden Hälften einen runden Tisch von ca. 130 cm Durchmesser.

  

Ungewöhnliche Asia Möbel

Aus  Asien stammen einzigartige Möbelstücke, für die wir hier in Deutschland nicht mal einen Namen haben.

schneckenbank

Dieses außergewöhnliche Möbelstück kann wohl als „kang table“ bezeichnet werden. Die beiden spiralförmigen Seitenteile
sind von Hand mit dem Stechbeitel aus einem massiven Baumstamm herausgearbeitet. Mit einer Art
Schwalbenschwanzverbindung sind sie dann mit der oberen Deckplatte verbunden. Als Material wird gerne Pappelholz
verwendet, weil es recht weich und trotzdem stabil ist. Es kann als Tisch oder als Sitzbank genutzt werden. Für dieses
Möbelstück gibt es im Deutschen keinen Namen. 

 schneckentische

Es gibt sie in allen möglichen Größen und wir haben sie „Schneckentisch“ oder „Schneckenbank“ genannt.

 

Kleiderständer
Kleiderstaender

Ein Kleiderständer aus Holz, der von der Funktion her noch am ehesten mit unserem „Stummen Diener“ zu vergleichen  ist.
Der untere Bereich ist für Schuhe und Socken gedacht. Im mittleren Bereich hängt man Hosen auf, oben Hemden und
Blusen. Für Kleidung, die man evtl. noch mal tragen  und nur etwas auslüften lassen will das ideale Möbel. 

 

Treppenschrank
Treppenschrank

Dieses Möbel stammt ursprünglich aus Korea, wird aber auch in anderen asiatischen Ländern gerne verwendet. In diesem
Falle hier besteht es aus 3 Teilen und kann sehr vielseitig kombiniert werden. Es ist von beiden Seiten gleichermaßen zu
benutzen, d.h. die Schubladen könne auch zur Rückseite herausgezogen werden. Der Schrank sieht von hinten genauso aus
wie von vorne. Er kann auch gut als Raumteiler fungieren.

Treppen-schrank

 

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